geboren: 1983
Ausbildung zur Tischlerin
Bauhaus-Universität Weimar, Freie Kunst
Bezalel Academy of Art, Jerusalem, Israel, Fine Art
Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig, Studiengang Malerei und Grafik (Diplom 2015)
Klasse für Installation und Raum an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig, Meisterschülerin (Abschluss 2019)
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Projektleitung beim Kunstfestival "Lindenow" in Leipzig (2015 - 2019)
Projektleitung beim Kunstraum "Westpol A.I.R. Space" in Leipzig  (2015 - 2021)
Residenz im Künstlerhaus Vorwerkstift, Hamburg (2015)
Graduiertenstipendium des Freistaates Sachsen (2016)
Künstlerresidenz im Drake Art Center, Kokkola, Finnland (2017)
International Art Program, Pilotenküche, Leipzig (2018)
Künstlerförderung durch die ArsVersa Kunststiftung (2018)
Arbeitsaufenthalt im MEME Kunstraum / Kunsthalle Athen, Griechenland (2018)
"Let's print in Leipzig", Symposium im Museum für Druckkunst, Leipzig (2019)
Stipendiatin der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen (2020)
Katalogförderung durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und das Kulturamt Leipzig (2020)
Arbeitsstipendium des Kulturamtes der Stadt Leipzig (2021)
Residenz im Max-Künstlerhaus, Nordhalben (2021)
Stipendiatin der Stiftung Kunstfonds (2022)
PopUp Künstlerresidenz, BBKL, Leipzig (2023)
Künstlerresidenz im alten Jagtschloss, Wermsdorf (2023)
International Art Program, Pilotenküche, Leipzig (2023)
Teilnahme am ArtSpace Bremerhaven (2024)
Kuratorin im "Kunstautomaten", der kleinsten Galerie Leipzigs (2024)
Projektleiterin beim Kunstfestival "Lindenow" in Leipzig (ab 2025)
Katalogförderung durch die ArsVersa Kunststiftung (2026)


Sammlungen:
Kunsthalle der Sparkasse Leipzig, Museum für Druckkunst, Leipzig, Sammlung Hildebrandt / G2 Kunsthalle, Leipzig, Enter Art Foundation, Berlin, Pilotenküche, Leipzig, sowie in privaten Sammlungen.                                                                                                                                                                 









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English Version here:


*1983

Apprenticeship as a Carpenter

Bauhaus-University Weimar, Germany, Fine Art

Bezalel Academy of Art, Jerusalem, Israel, Fine Art

Leipzig Academy of Art, Leipzig, Germany, Painting and Graphic (Diploma 2015)

Master Student in the "Class of Installation and Space" at Leipzig Academy of Art, Leipzig, Germany (since 2016)


Artist Residency at Künstlerhaus Vorwerkstift, Hamburg, Germany (2015)

Post-Graduate-Scholarship of the State of Saxony, Germany (2016)

Artist Residency at Drake Art Center, Kokkola, Finland (2017)

Local Participants Scholarship, Pilotenküche, Leipzig, Germany (2018)

Artist Grant from ArsVersa Foundation, Germany (2018)

Short Term Residency at MEME Artspace, Athens, Greece (2018)


My work is part of the collection of Kunsthalle der Sparkasse Leipzig, of the collection of Enter Art Foundation Berlin, of the collection of Pilotenküche Leipzig and part of several private collections.



Über die Künstlerin:
Marlet Heckhoff beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit Raum – nicht im Sinne realistischer Architektur, sondern als offenes, vielschichtiges System aus Konstruktion, Fragment und Atmosphäre. Sie interessiert sich für Strukturen, die an urbane oder temporäre Architekturen erinnern – an Tribünen, Bühnen, Pavillons oder die hybriden Räume von Freizeitparks. Diese Orte sind für sie Spiegel einer Gesellschaft, die zwischen Funktionalität und Fiktion, Kontrolle und Inszenierung, Rationalität und Überwältigung pendelt.
Ihre Malerei versteht sich als eine Untersuchung dieser Ambivalenzen. Die Künstlerin greift architektonische Fragmente auf – massive Flächen, rhythmische Raster, modulare Formen –, um sie in malerische Konstruktionen zu überführen. Dabei geht es weniger um das Abbilden als um das Umwandeln: Das Architektonische wird in ein visuelles Spannungsfeld aus Ordnung und Auflösung, Fläche und Tiefe, Körper und Leere überführt. Was im physischen Raum Stabilität vermittelt, wird auf der Leinwand zu einem vibrierenden System von Kräften, Farben und Rhythmen.
Sie fasziniert die Sprache der Architektur, besonders dort, wo sie beginnt, ihre Funktion zu überschreiten. In Eventarchitekturen oder Freizeitparks etwa verdichtet sich die Idee des Raumes zu einem Erlebnis: Strukturen werden Bühne, Bewegung wird Teil der Form. Diese inszenierten Räume, gebaut für das Staunen, für das Spiel, für temporäre Gemeinschaft, inspirieren sie in ihrer Mischung aus Präzision und Exzess, Rationalität und Übertreibung. In ihrer Malerei versucht sie, diese Dynamik zu fassen – nicht als Illustration, sondern als atmosphärische Verdichtung.
Farbe spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie ist kein nachträgliches Mittel, sondern ein konstruktives Element, das Raum erzeugt, Struktur auflöst, Spannung schafft. Farbflächen ordnen und destabilisieren zugleich; sie verwandeln architektonische Strenge in durchlässige, atmende Räume. Linien, Bögen und Flächen verhandeln in diesem Kontext das Verhältnis von Kontrolle und Zufall, Tektonik und Geste.
In einer Welt, in der es derzeit zunehmend grauer und bedrohlicher zu werden scheint, möchte sie mit dem bewussten Einsetzen sehr farbiger und bunter Flächen und Linien die Betrachter dazu einladen, inne zu halten, und sich für einen Moment auf eine fröhliche und verspielte Situation einzulassen, auf ein kurzes emotionales Aufatmen.
Marlet Heckhoff arbeitet bewusst mit Ambivalenzen: zwischen Präzision und Instabilität, Fläche und Tiefe, System und Emotion. Sie interessiert der Moment, in dem sich Raum nur andeutet – in einem Farbstreifen, in einer Verschiebung, in der Kollision zweier Ebenen. Diese Momente eröffnen eine poetische Instabilität, in der Wahrnehmung neu verhandelt wird.
Ihre Malerei versteht sie als eine Form visueller Archäologie – ein Graben in Schichten aus Architektur, Bewegung, Erinnerung und Atmosphäre. Die entstehenden Bildräume entziehen sich einer eindeutigen Lesart, tragen aber eine vertraute Resonanz in sich, die mit unserem heutigen Blick auf Raum, Stadt und Bildwelt mitschwingt: fragmentarisch, überlagert, immer im Wandel.
Am Ende ist ihre Malerei eine Reflexion darüber, wie wir Raum erleben – nicht als festes Gebilde, sondern als Prozess, als rhythmische, temporäre Konstruktion. Wie in den Architekturen des Vergnügens, im Zirkus oder im Freizeitpark, wird Raum zur Bühne: für Wahrnehmung, Erinnerung, Bewegung.














© Marlet Heckhoff, 2025
Impressum
Angaben gemäß § 5 TMG:
Marlet Heckhoff
Lützner Straße 29
04177 Leipzig
kontakt@marlet-heckhoff.de
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